"Stigmata - Nichts bleibt verborgen" von Beatrix Gurian

18. September 2014







Titel: Das Spiel ist aus, wenn wir es sagen
Autorin: Jeanne Ryan

 Reihe: -
Seiten: 320 Seiten
Empfohlenes Alter: ab 13 Jahren
Erscheinungsdatum: Oktober 2013
Verlag: cbt


Die Schatten der Vergangenheit, sie holen dich ein. Immer.
Nach dem rätselhaften Unfalltod ihrer Mutter ist Emma vor Trauer wie erstarrt. Bis zu dem Tag, an dem sie einen anonymen Brief erhält mit der Aufforderung: Finde die Mörder deiner Mutter!
Doch warum hätte jemand Emmas sanfte Mutter umbringen sollen? Die Spur führt Emma zu einem Elite-Jugendcamp in einem düsteren Schloss in den Bergen. Dort stösst sie auf unheimliche Fotografien, die mit der Vergangenheit ihrer Mutter in Zusammenhang stehen müssen. Gleichzeitig häufen sich die mysteriösen Zwischenfälle unter den Jugendlichen des Camps.
Jemand spielt ein böses Spiel mit Emma.
Kann sie die Zeichen richtig deuten - und ihr eigenes Leben retten?


Ich habe das Buch zusammen mit Mara in einer privaten und total tollen Leserunde gelesen. Nochmal danke an Mara. <3 Deswegen haben wir uns entschlossen, auch unsere Rezension zusammen zuschreiben. Ihr seht immer erst meine Meinung, dann Maras in rosa
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Den Schreibstil des Buchs fand ich okay, er war nicht besonders, was aber nicht negativ ist. Meiner Meinung nach lässt er sich trotzdem flüssig lesen. Seitdem wir in der Schule "Der Richter und sein Henker" gelesen haben, weiss ich einen flüssig lesbaren Schreibstil sehr zu schätzen. Denn dieses Buch war das genaue Gegenteil. Ich mag einfach lieber Bücher, bei denen man nicht jede Seite zweimal lesen muss, damit man sie versteht.

Gleich zu Anfang kommen wir zum Schreibstil. Den fand ich persönlich leider nicht ganz so toll, bei einem Thriller kann man da aber locker hinwegschauen. Das Ganze ging meiner Meinung nach sprachlich etwas holprig zu Gange, und immer wieder hab ich mich gefragt, ob die Spannung wirklich nur allein von der Handlung produziert wurde. Scheint so. Leider habe ich somit also eher negative Erfahrungen zu Beatrix Gurian gemacht, denn dieser Schreibstil fand ich persönlich einfach nicht etwas Besonderes. Aber, das muss ich betonen, schlecht war er auch nicht. Sondern eben einfach ganz normal, wie bei den meisten Büchern. Ein aussergewöhnlichen Schreibstil hätte die leicht gruselige Atmosphäre noch mehr zum Glänzen bringen können und etwas wirklich Ausgefallenes aus dem Buch machen können.  Schade also.

  Alles in allem fand ich das Buch sehr spannend. Der Einstieg in die Geschichte war ein klein wenig langweilig, das hat sich aber sehr bald geändert. Spätestens nach den ersten 50 Seiten wurde das Buch total interessant und gegen Ende hin auch immer gruseliger. Sehr gruselig, sehr, sehr gruselig...

Die Spannung, die ich oben schon erwähnt habe, macht aber viel wett. Das ganze Buch über wollte man wissen, wie das Ganze ausgeht, was denn wirklich passiert. Der Schreibstil hat das leider für mich ein wenig in die Länge gezogen. Aber wenn man sich allein auf die Handlung konzentriert, ist dieses Buch auch proppenvoll. Toll fand ich anfangs die Rückblenden, aber leider kommt man denen ziemlich schnell auf die Schliche, und ab da an waren sie für mich einfach nur noch mühsam, so oft.
Davon abgesehen aber ist die Idee hinter dem Buch wirklich einiges wert, und durch die spezielle Gestaltung wurde nochmals viel rausgeholt.

Die Protagonistin ist Emma. Ich fand sie eigentlich ganz nett, aber man hat einfach zu wenig über sie erfahren. Wie tickt Emma? Was sind ihre Vorlieben? Ich hätte sie wirklich gerne näher kennen gelernt, vor allem weil sie mir sympathisch war. Ausserdem wurde sie als grosse Heldin dargestellt, dabei sind ihr alle Hinweise quasi zugespielt worden. Das fand ich echt ein bisschen unfair, denn so heldenhaft gehandelt hat sie nicht...
Auch über die anderen Charaktere hat man nicht viel erfahren. Es gab mehrere wichtige Personen in dem Buch, das mag ich nicht so gerne. Denn wenn man 6 verschiedene Leute unterscheiden muss, die dann auch noch alle sehr ähnlich sind, hab ich immer ein grosses Durcheinander.  Die zwei, drei wichtigsten konnte ich mir merken,aber bei den anderen dachte ich immer: Hä? Wo kommt der denn jetzt her? Hiess der vorhin nicht noch anders?
 
Auch bei unserem nächsten Punkt, den Charakteren, gibt es für mich einiges auszusetzen. Anfangs waren es so viele auf einmal im Schloss, im Jugendcamp, in das Emma geführt wurde. Ich konnte mir niemanden merken, da alle ein wenig eintönig oder banal beschrieben wurden. Damit meine ich nicht langweilig, sondern einfach zu extrem, sodass es nicht mehr normal wirkte.
Emma fand ich schrecklich. Als Protagonistin hatte sie keinerlei eigene Meinung, sie trotte ständig nur umher und liess sich leiten. Und dann behauptete sie immer noch,  sie wäre der ganzen Sache auf der Spur, obwohl ihr alles in den Schoss gespielt wurde.  Somit ist sie auch ziemlich naiv. Aber gegen den Schluss kommt sie wieder als grosse Heldin die sich alles traut. Ein bisschen zu unglaubwürdig, muss ich sagen...

  Das Cover ist nicht ganz mein Geschmack, aber es wirkt auf jeden Fall geheinmisvoll und drückt meiner Meinung nach den Inhalt des Buches sehr gut aus. Das Besondere an dem Buch ist aber eigentlich die Gestaltung im Innern des Buches. Es geht ja um ein paar geheimnisvolle Fotografien und die sind in dem Buch alle abgebildet. Das ist eine tolle Idee und lässt die Geschichte lebendiger wirken. Das gruselige Buch wurde durch die Bilder noch gruseliger und ich hab mich abends fast nicht mehr aus meinem Bett getraut, um aufs Klo zu gehen. :p

Die bereits erwähnte Gestaltung macht aus dem Buch ein kleines Prachtstück. Auch wenn das  Cover nicht meinem Stil entspricht, ist es was Besonderes. Im Inneren des Buches kommen 14 grünliche-gruselige Farbfotos vor, geschossen vom Ehemann der Autorin, Erol Gurian. Einige Abschnitte wurden grüngefärbt, die Schriften verändern sich und so macht das Lesen sehr viel Spass.
 

  Das Buch war extrem spannend und gruselig, die Handlung konnte mich mitreissen, nur über die Charaktere hätte ich gerne mehr erfahren. 

Im Nachhinein gibt es ganz viel Kritik von mir, aber beim Lesen unterhält das Buch gut. Einzig und allein die naive Protagonistin und der gewöhnlich-flache Schreibstil haben mich beim Lesen gestört, ansonsten war es ein kleines Highlight, eben wegen der Gestaltung und der tollen Leserunde mit Emma. Man hätte noch einiges rausholen können, aber an und für sich ist es ein tolles Buch, was man unbedingt lesen sollte, wenn man sich gerne nachts im Dunkeln unter der Bettdecke gruseln möchte. ---

Kommentare:

  1. HuHu du Liebe, oder sollte ich lieber ihr lieben sagen/schreiben/denken? :)

    Das Buch werde ich auch noch lesen, nachdem ich meinen SUB in einiger...seien wir ehrlicher, laaaaange Zeit abgebaut habe, haha :D Auf jedenfall sind eure beiden Rezis super toll und ihr habt mich neugierig gemacht :)

    Alles Liebe und schokokeksmäßigen Tag wünsche ich dir...
    Leslie <3

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  2. Das ist wieder ein Buch ganz nach meinem Geschmack :) Jetzt bin ich richtig neugierig, das werde ich wohl auch lesen :)

    Hier geht's zu meinem Blog

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  3. Hab Maras Post zuerst gelesen und daher den schon kommentiert, von daher hier einfach eigentlich noch mal das gleiche ^^
    Die Doppelrezension ist euch super gelungen!! :) Gefällt mir sehr gut :)
    Ich bin noch unsicher, ob ich das Buch lesen soll oder nicht, so ganz nach meinen Geschmack klingt es eigentlich nicht... Aber vielleicht nehme ich es mal aus der Bücherei mit oder so ;)

    Liebe Grüße
    Chrisi

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  4. Die Idee und Rezi ist so toll und einfach nur Liebe *-* ♥

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  5. Hach tolle Rezi, ich will das Buch auch endlich lesen, aber mein SuB türmt sich immer weiter auf :D

    LG Piglet <3

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