Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen {Rezension}

31. Juli 2015

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Der Tag, als wir begannen, die Wahrheit zu sagen von Susan Juby
Seiten: 352 Seiten
Verlag: cbj
Genre: Roman
Preis: 16,99 (D)
Reihe: -

Das Leben ist nichts für Feiglinge...

… denken sich die drei Freunde seit Kindheistagen Dusk, Neil und Normandy zu Beginn des 11. Schuljahres und starten ein gewagtes Experiment: Einmal jede Woche wird abwechselnd einer von ihnen einem Menschen aus ihrer Schule eine Frage stellen, die bisher keiner auszusprechen wagte, obwohl alle nach der Antwort lechzen.
Hasst die ewig grantige Sekretärin wirklich alle Schüler, ist der schöne Tyler jetzt schwul oder nicht, nimmt der Freak aus der 12. Drogen und hat die Coole aus dem Langlaufteam mit einem ihrer beiden Teamkollegen was oder gar mit beiden? 
Was die drei besten Freunde allerdings damit lostreten, hätten sie nie geahnt. Denn auch sie selbst müssen sich ein paar unumstösslichen Wahrheiten stellen.

Die drei Freunde Dusk, Neil und Normandy sind Schüler einer Kunstschule in Kanada. Alle drei sind ziemlich verrückt, nicht nur äusserlich. Eines Tages kommen sie auf die Idee, die Wahrheitskommission zu gründen. Ihre Aufgabe besteht darin, jede Woche einer Person eine Frage zu stellen, auf deren Antwort die ganze Schule schon seit Langem gespannt ist.

Das Buch ist aus Normandys Perspektive erzählt, die für ein Schulprojekt einen Essay über die Wahrheitssuche schreibt. Als Leser hat man also ihren Essays gelesen. Mir hat die Idee gut gefallen, da ich in diesem Stil noch kein Buch gelesen habe.

Der Schreibstil ist so, wie man es von einem 17-jährigen Mädchen erwartet. Es gibt keine komplizierten Sätze, alles sehr einfach beschrieben und in der heutigen Jugendsprache. Zu Beginn war das etwas ungewohnt, aber sobald ich mich reingefunden hatte, kam mir der Schreibstil sehr erfrischend und angenehm vor.

[…] Sylvia dagegen erweckt den Eindruck, als würde sie Stress als Appetithäppchen verzehren und sich aus Problemen Cocktails mixen. Irgendwie so. -Seite 53

Auf den ersten Seiten führt Normandy ihre Lehrerin Ms Fowler und den Leser in ihren Essay ein. Schnell bemerkt man, dass Fussnoten in diesem Buch nicht zu kurz kommen werden. Normandy warnt davor und erlaubt ausdrücklich, die Fussnoten beim Lesen wegzulassen. Ich habe wirklich versuucht, die Fussnoten mitzulesen. Schliesslich wollte ich das ganze Buch lesen. Aber schnell habe ich gemerkt, dass darin nur totaler Blödsinn steht, der erstens unwichtig ist und zweitens den Lesefluss stört. Also habe ich es ziemlich bald aufgegeben.

Die Fussnoten
Sobald ich einige Seiten gelesen hatte, habe ich gemerkt, dass im Vordergrund nicht die Wahrheitssuche steht, wie es der Klappentext mich hat glauben lassen. Normandy schreibt über ihren Alltag in einer verrückten Familie. Ihre Schwester ist die Autorin einer berühmten Buchreihe, in der sie ihre Familie total ins Lächerliche zieht. Doch das kommt bei den Lesern gut an und so schreibt Normandys Schwester einen Band nach dem anderen. Als sie aber eines Tages vom College nach Hause kommt, verhält sie sich anders und Normandy geht der Sache auf den Grund. Dabei gräbt sie einige Geheimnisse aus, die ihre Schwester lieber für sich behalten hätte.

Insgesamt eine kluge Geschichte mit tollem Inhalt. Die volle Punktzahl kann ich aber trotzdem nicht geben, da mir die Handlung manchmal unglaubwürig vorkam und ich die Fussnoten nicht mochte.
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Kommentare:

  1. Emma das ist eine richtig tolle rezi geworden :)
    Ich will das buch eigentlich nur lesen weil mich der titel so anspricht...irgendwie muss ich mir Bücher immer kaufen wenn sie einen schönen titel haben *haha*
    Aber wenn das buch auch noch gut ist dann steht dem kauf ja nix mehr im weg
    Lg Anna

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  2. Bei mir kommt das Buch bald an, ich habe es gewonnen, und ich bin nun total gespannt, ob ich mit den Fußnoten klarkommen werde... :)

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  3. Viele sagen ja, dass die Fußnoten sie nerven. Ich glaube auch nicht, dass die Geschichte etwas für mich wäre.. Aber toll Rezension! Und Bald ruhest du auch, musst du unbedingt lesen!

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  4. Ich hatte das Buch auch schon im Hugendubel in der Hand, weil der Klappentext so gut klang ;) Ich denke, ich werde es mir in der Bücherei ausleihen :)

    Liebe Grüße
    Chrisi

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